Unser Verein
01.10.2011 - Zu jeder Tages- und Nachtzeit uneigennützig da
Festkommers zur 60-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Appenrod -
Auszeichnung für die Gründungsmitglieder und Rückblick
Am Samstagabend fand im Dorfgemeinschaftshaus ein Festkommers zum 60-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr statt. Vorsitzender Manfred Dippell begrüßte besonders die Gründungsmitglieder, Ehrenvorsitzenden Hansgünter Maiß, Ortsvorsteher Richard Fleischhauer, Stadtrat Günter Schönfeld, Stadtbrandinspektor (SBI) Peter Pfeil, dessen Stellvertreter Ewald Witt, Kreisbrandinspektor Werner Rinke sowie die Vertreter der örtlichen Vereine.
Zum Feuerwehrjubiläum sagte Dippell zu den 60 Jahre des Bestehens, dies wäre eine lange Zeit, aber eine relativ kurze wenn man bedenke, dass der Gesangverein bereits 100 Jahre alt ist. Er nannte auch die FFw Homberg und den dortigen Turnverein, die es bereits seit 150 Jahren gebe. Dippell sprach weiter von den Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit uneigennützig bei allen Brand- und Katastrophenfällen zur Hilfe bereit waren. Viele Stunden ihrer Freizeit opferten sie, um sich mit den zur Verfügung gestellten Gerätschaften vertraut zu machen, um diese im Ernstfall sicher bedienen zu können und damit schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die Wehrführer wechselten laut Dippell von Wilhelm Fleischhauer (1951-1966) zu Karl Lauer (1966-1981), Hansgünter Maiß übernahm das Amt 1981 und führte die Wehr bis 2001. Von da ab wird die Einsatzabteilung bis zum heutigen Tag von Reinhold Metz geleitet.
Am 13. Februar 1951 erfolgte die Gründung der Feuerwehr, 1952 der Kauf einer DKW-Motorspritze und 1962 einer TS 8/8 Ziegler sowie 1968 eines TSA-Anhänger. 1975 weihte man eine Zisterne mit 100 Kubikmeter Fassungsvermögen ein, und aus diesem Anlass erfolgte eine Großübung im Dorf. 1976 feierte die Wehr ihr 25-jähriges Jubiläum mit Fest und Festzug, im Herbst des gleichen Jahres erfolgte die Übernahme eines TSF Ford Transit.
1985 veranstaltete die Wehr den 12. Stadtfeuerwehrtag mit Festzug sowie Großübung, und 1991 feierte man 40 Jahre Feuerwehr mit Großübung, Kommers und Geräteschau.
Von Herbst 1991 bis Frühjahr 1992 errichteten die Aktiven einen Schulungsraum, und 1997 bis Mai 2000 erfolgte der Umbau des Gerätehauses. 1998 richtete man den 25. Stadtfeuerwehrtag aus und im Jahr 2000 erfolgte die Gründung der Jugendfeuerwehr. Die 50-Jahr-Feier beging man mit einem Festkommers im DGH, und 2007 übernahm man die Ausrichtung des 34. Stadtfeuerwehrtages. Er ging in die Geschichte ein, denn das Regenwetter ohne Ende verhinderte den bereits ausgearbeiteten Festzug. SBI Pfeil sagte, man müsse den Gründungsmitgliedern Dank zollen, auße dem dem langjährigen Wehrführer Hansgünter Maiß, der wesentlich zum positiven Werdegang beigetragen habe.
Kreisbrandinspektor Werner Rinke sprach die Grüße und Glückwünsche des Kreisverbandes aus, Klaus Müller überbrachte als Vorstandsmitglied des SV die Glückwünsche und Grüße der örtlichen Vereine. Er nannte den aktiven Vereinsmitstreiter Tobias Metz als beispielgebend. Er sei nicht nur in der Feuerwehr aktiv, sondern genieße als Torschütze bei den Fußballern einen sehr guten Namen. Weitere Vereine gratulierten zum 60-Jährigen, sprachen ebenfalls Glückwünsche aus.
Als Dankeschön gratulierten der Vorstand der Feuerwehr und die Ehrengäste mit der Geschenk- und Urkundenübergabe an folgen-de Gründungsmitglieder: Karl Enders III., Helmut Hedrich, Robert Justus, Rudolf Maiß, Alfred Metz, Gerd Sternkicker und Georg Schleich. Den nicht anwesenden Gründungsmitgliedern Helmut Justus, Werner Lein, Georg Friedrich und Alfred Börner wird die Ehrung nachgereicht. [Alsfelder Allgemeine Zeitung, 05.10.2011]
29.07.2007 - Gelungene Änderung: Festzug fand im Zelt statt
Ausklang des Stadtfeuerwehrtages von niedrigen Temperaturen + Dauerregen geprägt
Das Thermometer zeigte am Sonntagmittag um 12.30 Uhr gerade mal 15 Grad Plus und Dauerregen prasselte ununterbrochen auf Appenrod hernieder. Zu dieser Zeit und zu diesen Rahmenbedingungen sollte sich als Höhepunkt des 34. Stadtfeuerwehrtages eigentlich der Festzug durch das Dorf zum Festzelt auf den Sportplatz bewegen.
Die Verantwortlichen und Feuerwehroberen entschieden allerdings aufgrund der extremen Wetterlage den Festzug ausfallen zu lassen und die angereisten Freiwilligen Feuerwehren, Musik- und Fußgruppen sowie Festwagen direkt in den Bereich des großen Zeltes zu beordern. Enttäuscht zeigten sich viele Appenröder Einwohner, denn sie hatten ihr Dorf hübsch mit Fahnen, Wimpeln und Blumen herausgeputzt, hatten fleißig Festwagen geschmückt und hätten sich riesig über den Umzug gefreut.
Nachdem das Festzelt mit Menschen gefüllt war, hörte man auch schon mal ermunternde Scherze, zum Beispiel in Bezug auf den Appenröder Spitznamen »Walfische«, die Walfische wollten schließlich schwimmen. Flugs machte sich eine positive und fröhliche Stimmung breit und ergriff eigentlich alle Anwesenden. Auf den Zeltplanen hörte man das Prasseln des Regens, aber die flotte und gefällige Volksmusikdarbietung durch den Posaunenchor Groß-Felda mit Dirigent Dirk Weber übertönte die Witterung, brachte Stimmung und ließ alles Unfreundliche schnellstens vergessen.
Der Landfrauenverein aus Erbenhausen hatte leckere Kuchen auf dem Tisch und bot diese mit Kaffee zum Probieren an. Das Männer- und Frauenballett in Westernverkleidung aus Appenrod sorgte in seinen feschen Anzügen für Aufmerksamkeit und gefiel mit einer Tanz- und Singvorführung auf dem »Schwenkboden« (einstiges Wort für Tanzboden). Das Spielmanns und Fanfarencorps der Freiwilligen Feuerwehr Homberg unter der Leitung von Hans-Joachim Pfeil wusste wie immer mit gekonnt vorgetragener Marschmusik zu gefallen und erntete wie alle Gruppen, die etwas vortrugen, einen tollen Applaus. Auch der Musikverein Erfurtshausen brachte Volksmusik mit Gesangseinlagen durch Thorsten Preiß. Sie spielten zum Ende ihrer Darbietungen die Nationalhymne mit dem Gesang der etwa 1000 Gäste, die sich zur Hymne von den Plätzen erhoben hatten.
Zuvor hatte der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Appenrod, Manfred Dippell, die Festveranstaltung im Zelt mit der Begrüßung der Gäste eröffnet, dabei erwähnte er besonders unter anderem Bürgermeister Volker Orth, SPD Landtagskandidat Manfred Görig und die Freiwillige Feuerwehr Stadtroda, die mit 17 Feuerwehrleuten und Angehörigen unter Leitung der Vorstandsmitglieder Klaus Fickler und Wolfgang Kallweit aus Thüringen angereist war (ihnen hatte es unter guten Freunden in Appenrod sehr gut gefallen). Dippell dankte allen Mitwirkenden, Verantwortlichen und den Ausführenden und ehrte darauf das DRK Homberg (besonders für die vielen Stunden Sanitätsdienst während der Festtage) und die Homberger Partnerwehr aus Stadtroda mit einer St.-Florians-Plakette. Stadtbrandinspektor Peter Pfeil hieß die Entscheidung den Festzug ausfallen zu lassen für gut und lud zum fröhlichen Miteinander ein.
Eigentlich hatten die Gäste keine weitere Steigerung bei den Musikdarbietungen erwartet, aber die Kapelle »Gipfelstürmer« aus dem Nachbarkreis Marburg/Biedenkopf überbot mit gekonnter Stimmungs-, Tanz- und Schunkelmusik alles bisherige, und es gelang ihr, das Zelt mehrfach zum Toben zu bringen. Selten hatte man eine so stimmungsvolle Großgesellschaft auf Festen erlebt, wie die am Sonntagnachmittag im Appenröder Festzelt. Vergessen waren der Regen und der entgangene Festzug, man blickte nur in frohe Gesichter, und selbst die Ausrichter und Verantwortlichen zeigten wieder freundliche Mienen. Getränke und Speisen wurden ebenfalls reichlich verkauft und nach der bestens gelungenen Mallorca-Party am Samstagabend endete der Stadtfeuerwehrtag zur Zufriedenheit aller am Sonntagabend. [Alsfelder Allgemeine Zeitung, 31.07.2007]
19.06.2004 - Dämmerschoppen auf dem Dorfplatz am Gerätehaus
Um besseres Wetter zu erwischen, fand unser alljähriger Dämmerschoppen in diesem Jahr bereits einige Monate früher statt. Vom Herbst auf den 19. Juni verlegt hatten wir allerdings trotzdem nicht gerade günstige Wetterbedingungen für eine Veranstaltung im "Freien". Dank einem Heizgerät und dem Festzelt als Regenschutz hatten sich dennoch viele Appenröder eingefunden, um bereits am Nachmittag neben einigen Spielen für die Appenröder Kinder sowie Informationen über unsere Jugendwehr auch die kulinarischen Angebote zu genießen.
Die Jugendfeuerwehr Appenrod bot eine Tafel mit Kaffee und Kuchen an und am Abend gab es dann in der Wurstbude ein etwas deftigeres Angebot. Hier konnte man sich ab etwa 17:00 Uhr Würstchen, Pommes Frites oder Steaks mit Folienkartoffeln + Sour Cream ("Madde") schmecken lassen. Da an diesem Abend das Europameisterschaftsspiel "Deutschland gegen Lettland" übertragen wurde, stand natürlich für alle Freunde des runden Leders ein Fernseher zur Verfügung, um die Partie der deutschen Mannschaft LIVE verfolgen zu können.
Aber auch das unbefriedigende Ergebnis dieses Spiels konnte nicht verhindern, dass die Stimmung an diesem Abend noch lange auf oberstem Niveau verweilte bevor die letzten Gäste schließlich das Zelt im Morgengrauen Richtung "Schlafgelegenheit" verließen.
10.08.2002 - Fahrzeugübergabe - Was ist denn überhaupt ein Kleinlöschfahrzeug?
Appenrod besitzt den Prototyp eines neuen Feuerwehrfahrzeuges - Landesweit bislang lediglich zwei Exemplare
Es ist ein ganz neues Konzept, das landesweit Interesse findet: die Freiwillige Feuerwehr Appenrod verfügt nach der offiziellen Schlüsselübergabe am Samstag über ein neues Kleinlöschfahrzeug - eines von zwei Prototypen in ganz Hessen. Stadtrat Günter Linker und Stadtbrandinspektor Peter Pfeil stellten dieses Fahrzeug in den Dienst der FFw Appenrod, indem sie symbolisch die Fahrzeugschlüssel an Wehrführer Reinhold Metz übergaben. In einer kleinen Feierstunde auf dem neu gestalteten Platz in der Dorfmitte zwischen Feuerwehrgerätehaus und Kinderspielplatz und bei einer anschließenden Übung der Jugendfeuerwehr Appenrod mit dem neuen Kleinlöschfahrzeug am Anwesen Metz lernte die Appenröder Bevölkerung das zukünftige Brandschutzkonzept für ihren Ort kennen. Die Anstöße dazu kamen aus dem Hessischen Innenministerium, das die Firmen Ziegler und Magirus beschieden hatte, ein neues Kleinlöschfahrzeug zu konzipieren.
Stadtbrandinspektor Peter Pfeil berichtete, er selbst sei doppelt überrascht gewesen, als er Ende Februar einen Anruf aus dem Innenministerium erhielt, bei dem er eines von zwei Prototypen eines Kleinlöschfahrzeuges für die Stadt Homberg angeboten bekam. Zum einen sei eine Fahrzeugbeschaffung normalerweise eine Prozedur über mehrere Jahre mit Bedarfsfeststellung und Warteliste im Innenministerium. "Außerdem musste ich selbst erst einmal fragen: was ist ein Kleinlöschfahrzeug?" erzählte Peter Pfeil. Der Stadtbrandinspektor erklärte das neue Konzept. Das KLF stellt keine selbständige taktische Einheit dar. "Wir müssen umdenken. Einerseits haben wir Verluste hingenommen, andererseits aber auch gewonnen," so Peter Pfeil. Das Fahrzeug ermöglicht es, mit wenig Personal die ersten Maßnahmen zur Brandbekämpfung vorzunehmen. Es ist aber nicht in der Lage, den Einsatz allein durchzuführen. "Deswegen mussten die Alarmpläne geändert werden," erläuterte der Stadtbrandinspektor. Die Stützpunktwehr aus Homberg und Nachbarwehren werden Einsätze mit Fahrzeugen unterstützen.
Wehrführer Reinhold Metz sagte, das neue KLF mit Namen "Florian Homberg-Appenrod 49" ermögliche im Notfall einen Löschangriff durch zwei Personen. Das sei gerade bei einem Alarm tagsüber wichtig, wenn die meisten Feuerwehrleute außerorts an der Arbeit seien, so Reinhold Metz. Mit einem Tank von über 400 Litern können vier bis fünf Minuten - für einen Schnellangriff in den entscheidenden ersten Einsatzminuten - 100 Liter Wasser pro Minute abgegeben werden.
Ernst Lichtblau, Außendienstvertreter der Rendsburger Firma Ziegler, die den feuerwehrtechnischen Aufbau und die notwendige Beladung des Fahrzeuges vornahm, erläuterte, anders als beim TSF sei beim KLF kein Hydrantenanschluß notwendig. Es sei somit für den schnellen Erstangriff da. Gleichzeitig könne dieses Fahrzeug mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen für den neuen EU-Führerschein der Klasse B geführt werden. Größere Tankfahrzeuge liegen über dieser Gewichtsgrenze und sind in der Finanzierung allenfalls für Stützpunktwehren denkbar. "Somit sichert ein solches Fahrzeug auch für kleinere Ortschaften den Bestand der freiwilligen Feuerwehren", so Ernst Lichtblau.
Bei vergleichsweise geringen Kosten von 22.000 Euro für feuerwehrtechnischen Aufbau und notwendige Beladung bietet das Fahrzeug eine günstigere Finanzierung für die Komunen, aber auch für das Land, das das Fahrgestell finanziert. Insofern gaben Bürgermeister Volker Orth und Magistrat auch sehr schnell innerhalb weniger Tage grünes Licht für die Finanzierung der 22.000 Euro, nachdem das Angebot aus dem Innenministerium kam, berichteten Stadtbrandinspektor Peter Pfeil und Stadtrat Günter Linker übereinstimmend.
Ürsprünglich hatten gar keine Haushaltsmittel zur Verfügung gestanden. Günter Linker erlaubte sich den Hinweis, dass mit der A 49 wohl auf die angrenzenden Stadtteilwehren zusätzliche Feuerwehraufgaben zukämen. Mit dem neuen Kleinlöschfahrzeug gab die FFw Appenrod das vorherige Tragkraftspritzenfahrzeug Baujahr 1976 ab. Kreisbrandinspektor Werner Rinke sagte, dies sei ein besonderer Tag für die Sicherheit. Mit dem neuen Konzept stelle sich für die Feuerwehr die große Aufgabe der Ausbildung.
[Oberhessische Zeitung, 12.08.2002]
04.03.2001 - Feuerwehr feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit Festakt - Dank für langjähriges Engagement
Nach dem Motto "Einer für alle - alle für einen" wird im Ort seit 50 Jahren der Feuerschutz gewährleistet. Und das wurde am Wochenende gebührend gefeiert. Die Wehr hatte am Freitagabend zu einem Festkommers im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Vorsitzender und Wehrführer Hansgünter Maiß begrüßte etwa 150 Gäste und berichtete, dass man kurz nach dem Krieg sicherlich nicht von jedem erwarten konnte, sich für andere einzusetzen. Und doch hätten sich damals 65 Personen im doch recht kleinen Appenrod eingefunden, um die Wehr zu gründen. Außerdem gab Maiß zu bedenken, dass man trotz der oft bemängelten Kosten für die Wehren immer überlegen solle, dass sich all der Aufwand schon bei der Rettung eines einzigen Menschenlebens gelohnt habe. Zum Schluß seiner kurzen Rede appellierte er an die Kameraden der Feuerwehr, auch weiterhin so engagiert zusammenzuarbeiten.
Anschließend verlas Manfred Dippell die Chronik der Feuerwehr, die sogar eine Großbrand mit 46 betroffenen Gebäuden zu vermelden hatte - allerdings war das im Jahre 1885. Man konnte damals nur mit Ledereimern löschen. So etwas sollte nach dem Krieg nicht mehr vorkommen und so wandelte man 1951 die Pflichtfeuerwehr in die Freiwillige Feuerwehr um. Der Anstoß dazu kam vom damaligen Kreisbrandmeister Küster, und Wilhelm Fleischhauer wurde der erste Kopf der neuen Wehr. Von nun an wurde stetig aufgerüstet, so dass man heute in Appenrod eine schlagkräftige Wehr vorfindet. Mit einigen Einsätzen und der Vergrößerung der Mitgliederzahl konnte Fleischhauer eine sehr ordentliche Bilanz aufweisen, als er den Vorsitz 1966 an Karl Lauer abgab. Nach weiteren kleineren Bewährungsproben und dem Anlegen einer Zisterne steuerte man durch die 70er Jahre.
Höhepunkt war damals der Festzug zum 25.Jubiläum am 23.Juli 1976. Vor 20 Jahren trat Vorsitzender Karl Lauer zurück. Auch er konnte Bestand und Mitgliederzahl weiter verbessern und ist heute Ehrenvorsitzender.
Seit 1981 hat sich nun das Führungsduo mit Hansgünter Maiß (Vorsitzender und Wehrführer) und Manfred Dippell (stellv. Vorsitzender) bewährt. 1985 richtete man den 12.Stadtfeuerwehrtag mit Großübung und stattlichem Festzug aus. In den vergangenen zehn Jahren hat man sich um die Gestaltung der Räumlichkeiten bemüht, die sich in den Kellerräumen des Dorfgemeinschaftshauses befinden. Außerdem begann man 1996 mit dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses, dessen Ende noch nicht in Sicht ist. Außerdem richtete man den 25.Stadtfeuerwehrtag in 1998 ähnlich gut wie 13 Jahre zuvor aus. Im September des vergangenen Jahres gründete man die 125. Jugendfeuerwehr im Kreis und machte so einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunftssicherung. Das Fazit von Dippell fiel gut aus, denn auch heute sei die Wehr ein gut entwickelter Garant der Brandbekämpfung.
Der evangelische Posaunenchor spielte dann unter der Leitung von Frank Dörr noch ein paar heitere Stücke wie "Majesty". Vor den Ehrungen sagte der Kreisbeigeordnete Lothar Wyrtki in Vertretung des Landrates ein paar Grußworte zum Jubiläum, in denen er betonte, wie wichtig die Feuerwehren auch heute noch sind. Gerade die ehrenamtliche Arbeit sei durch nichts zu ersetzen. An eine Kürzung der Unterstützung der Wehren, die sich im Kreis auf 10,8 Millionen Mark belaufe, sei daher nicht zu denken. Er betonte, wie sehr man den Gründungsmitgliedern für ihr langes Engagement und für den Mut zum Einsatz für andere danken müsse. Dieser Einsatz habe Früchte getragen, wenn man bedenkt, dass 114 er insgesamt 310 Einwohner in der Wehr organisiert sind. Neben einer erzieherischen Komponente trage die Wehr auch zu Gemeinschaftssinn und Zusammenleben im Dorf bei. Eine solche Wertschätzung drückte Wyrtki auch in einem mitgebrachten Scheck aus, der, wie er scherzhaft meinte, sogar gedeckt sei.
Mit Ehrennadeln in Gold wurden 23 Gründungsmitglieder ausgezeichnet. Heinrich Enders, Karl Enders III., Georg Friedrich, Karl Friedrich, Hugo Germer, Friedrich Glatthaar, Helmut Handstein, Helmut Heidrich, Helmut Justus, Robert Justus, Karl Lauer, Werner Lein, Rudolf Maiß, Helmut Schlosser und Gerd Sternkicker konnten ihre Ehrung direkt entgegennehmen. Karl Enders II., Karl Fleischhauer, Heinrich Handstein, Karl Honig, Ernst Jordan, Werner Kreid, Albert Seng und Robert Westrupp konnten nicht anwesend sein.
Außerdem erhielten sieben Feuerwehrleute die Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Tätigkeit, nämlich Klaus Böttner, Manfred Dippell, Heinrich Justus, Norbert Lein-Höfert, Hartmut Maiß, Wilfried Maiß, Reinhold Metz und Bernhard Seng. Hansgünter Maiß und die Ehrengäste wie Kreisbrandinspektor Werner Rinke und Bürgermeister Volker Orth sowie der Erste Stadtrat Rudolf Maiß gratulierten. Auch die benachbarten Wehren um Stadtbrandinspektor Peter Pfeil gratulierten und die Vereine ebenso. Außerdem steuerte der Gesangverein des SGV Appenrod einen Beitrag bei. Anschließend wurde im Saal gefeiert oder man schwelgte in Erinnerungen bei der Bilderausstellung im Nebenraum. [Alsfelder Allgemeine Zeitung, 06.03.2001]
03.07.1998 - Feuerwehrgerätehaus bekommt neuen Dachstuhl
Vorbereitungen auf Stadtfeuerwehrtag in Appenrod laufen
Bereits zum fünfundzwanzigsten Mal feiern die freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde Homberg ihren Stadtfeuerwehrtag. In diesem Jahr findet die Veranstaltung mit Großübung und Festzug im Ortsteil Appenrod statt. Um sich allerdings am Sonntag, 26.Juli, angemessen präsentieren zu können, müssen noch einige Vorarbeiten im Ort geleistet werden. So wird zum Beispiel das Feuerwehrgerätehaus samt angrenzendem Backhaus mit einem neuen Dachstuhl versehen.
Im Inneren des Gerätehauses werden unterdessen noch andere dringend notwendige Umbaumaßnahmen durchgeführt. Aber auch für die Feierlichkeiten rund um den Stadtfeuerwehrtag, die bereits am Freitag, dem 24.Juli, mit einem Discoabend beginnen und sich über das gesamte Wochenende bis zum Kirmestanz am Montag abend erstrecken, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Freiwillige Feuerwehr Appenrod lädt schon jetzt alle Vereine und Feuerwehren dazu ein, am Stadtfeuerwehrtag das neugestaltete Gerätehaus gebührend zu feiern. [Oberhessische Zeitung, 03.07.1998]